«starke Stimmen wacher Frauen»: Else Lasker-Schüler – die Schriftstellerin im Schweizer Exil
Samstag, 22. Mai 2027 um 19 Uhr
In unserer Reihe «starke Stimmen wacher Frauen»: Else Lasker-Schüler – die Schriftstellerin im Schweizer Exil
"Ich lass mich ungehindert strömen, frisch regnen, wilder Niederfall, Hagel und Schnee, ich bin gar kein Mensch, ich bin Wetter." So teilt sich die avantgardistische Schriftstellerin und Zeichnerin Else Lasker-Schüler (1869-1945) in ihrem Buch "Der Malik" mit. Diese poesiebegabte Frau legt sich weder in ihren Werken noch in ihrem Leben auf eine Rolle fest. Sie verwandelt sich, so oft sie Lust dazu hat, gibt sich hin, riskiert, genießt, leidet, steht wieder auf. Else Lasker-Schüler initiiert eine künstlerische Brieffreundschaft mit dem Maler Franz Marc, und aus ihrer Begegnung mit dem Schriftsteller Gottfried Benn entsteht eine gegenseitige öffentliche "Bedichtung". Else Lasker-Schülers Prosatexte und Gedichte stecken voller Sprach- und Fabulierlust. Sie sind voller Luftsprünge und Bruchlandungen, bei denen Wirklichkeit und Fiktion ineinander fließen.
Im Mittelpunkt der Lesung stehen Else Lasker-Schülers Exiljahre in der Schweiz zwischen 1933 und 1939. Nach der Flucht vor den Nationalsozialisten hatte die jüdische Dichterin in Zürich und auch ein gutes Jahr lang in Ascona gelebt. Zeit ihres Lebens war Else Lasker-Schüler eine leidenschaftliche
Briefschreiberin. Ausschnitte aus ihren eindringlichen Briefen, die sie an einen jungen Berner Anwalt schrieb, geben Einblicke in Else Lasker-Schülers Sehnsüchte, Freuden, Sorgen und Hoffnungen. Sie lassen spüren, unter welchen seelischen und finanziellen Nöten auch andere Emigranten nach der
Vertreibung aus Deutschland leiden mussten.
Bei einem Besuch im Tessin ist Cornelia Bernoulli auf Spuren von Else Lasker-Schülers Exilzeit in Ascona gestoßen. Dadurch angeregt fing sie an zu recherchieren, und es entstand ihre ganz persönliche Annäherung an Werk und Leben dieser außergewöhnlichen expressionistischen Schriftstellerin.
In gegenseitiger Kommunikation lässt Karina Erhard sich von dieser Textcollage inspirieren und improvisiert mit Querflöte und Loopgerät dazu eigene Klangwelten.
https://cornelia-bernoulli.eu Eintritt: 20/15 €
Kulturtenne Damnatz e.V. Achter Höfe 55, 29472 Damnatz
Da die Plätze limitiert sind wird rechtzeitige Anmeldung empfohlen bei:
Ursula Günthert, Tel. 05865-980298 (AB) oder
bitte Parkplätze vor der Kulturtenne oder an der Kirche benutzen
Getränke und saisonales, regionales Essen (kosten extra) gibt es in der Pause
die Kulturtenne ist barrierefrei www.kulturtenne-damnatz.de
Veranstalter
Achter Höfe 55
29472 Damnatz
(05865) 980298
(0151) 27588524
E-Mail:
www.kulturtenne-damnatz.de














